Paul Evander Lorenz

Traumatherapie

Somatic Experiencing nach Peter Levine


Zum Begriff Trauma: Trauma ist nicht so sehr ein schreckliches oder schädigendes Ereignis selbst, sondern der Umstand, dass dieses nicht angemessen bewältigt werden konnte. Das hinterlässt gravierende und bleibende Spuren im Nervensystem, die nicht selten das ganze Leben eines Menschen erheblich mitbestimmen.

Zur Wirklichkeit von Trauma: Viel häufiger als ein eindeutiges, schicksalsschweres Ereignisse im Leben eines Menschen sind die vielen leisen Traumatisierungen, die aus der Dauerhaftigkeit ungünstiger Umstände entstehen. Etwa eine traumatische Geburt (siehe hierzu prä- und perinatale Körperpsychotherapie), eine fehlende Bindung oder dauerhafte Vernachlässigung (Entwicklungstrauma). Das dauerhafte Verletzen eines natürlichen Gerechtigkeitsempfindens (soziales Trauma). Oder wenn Kinder bei Eltern aufwachsen, die selber traumatisiert sind (übernommenes Trauma).

Trauma-Therapie ist, anders als Psychotherapie, eine sehr spezielle Arbeit, die auf der tiefen Ebene der autonomen menschlichen Notfallreflexe und Überlebensmuster wirksam ist.

In den vergangenen Jahren ist nur langsam ein Verständnis für die gravierenden Auswirkungen von Traumatisierungen entstanden. Eine Traumatisierung kann allerlei Symptome ausprägen, die dann vielleicht medizinisch oder psychotherapeutisch behandelt werden, ohne dass jedoch die Behandlung wirklich etwas ausrichten können wird.

„Wenn Trost nicht möglich ist,
können Ängste nicht bewältigt werden.“

Paul Evander Lorenz

Trauma-Therapie wählt einen deutlich anderer Zugang zu der betroffenen Persönlichkeit und deren Leiden. Hierfür benötigt es nicht nur fundierte Kenntnisse über Gehirnphysiologie und die Vorgänge in unserem Nervensystem. Gleichzeitig ist von diesen Vorgängen immer ein fühlender, sich selbst wahrnehmender Mensch betroffen, der in seinem Leiden oft nur dadurch erreicht werden kann, indem man zu ihm eine tiefe, vertrauensvolle Bindung aufzubauen in der Lage ist. Deswegen verstehe ich Trauma-Therapie auch nicht so sehr als die Anwendung einer Methode, sondern vor allem auch als eine Haltung echter Zugewandheit, echten Interesses und echten Einfühlungsvermögens. Peter Levine, der Begründer von Somatic Experiencing®, hat hier mit seinem außerordentlich einfühlsamen Menschenbild eine sehr gute Spur gelegt. So kann die Behandlung gebundene Lebensenergie endlich befreien.

Von einer Traumatisierung frei zu kommen ist wie das Beginnen eines Frühlings. Licht beginnt zu leuchten, wo vorher Dunkel war.

 


Mein Hintergrund:
Dreijährige Traumatherapie-Ausbildung in Somatic Experiencing bei Dr. Dr. Raja Selvam und Dr. Lawrence Heller mit Abschluss zum SE-Practitioner; Heilpraktiker für Psychotherapie, Ausbildung in System- und Familienaufstellungen u.a. bei Bert Hellinger, Organisationsaufstellungen bei Gunthard Weber; darüberhinaus Teilnahme an zahlreichen Weiterbildungen und Workshops unter anderem zu Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie bei Erhard Doubrawa, posturale Integration bei Kurt Schröter und Atemenergetik; Ausbildung in prä- und perinataler Körperpsychotherapie bei Franz Renggli (Schüler von Wiliam Emerson). Fünfundzwanzig Jahre Erfahrung in psychotherapeutischer Einzelarbeit und in Gruppen; Männergruppenarbeit; Besuch psychotherapeutischer Fachkongresse, insbesondere zum Familienstellen; umfangreiche Selbsterfahrung.
Darüber hinaus habe ich ein echtes Interesse an deiner persönlichen Geschichte und an deiner Persönlichkeitsentwicklung.